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Êzîdî in der Türkei, Syrien und Russland

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Stand: 2026-06. Dieser Artikel behandelt drei Êzîdî-Gemeinschaften, die in den übrigen Diaspora-Artikeln nur am Rand vorkommen: die fast verschwundenen Êzîden der Türkei (Tur Abdîn, Viranşehir, Batman, Mardin), die zweigeteilte Gemeinschaft Syriens (Afrîn und die Cezîre um Amûdê/Qamishli) und die durch sowjetische und post-sowjetische Wanderung entstandene Diaspora Russlands. Die weltweiten Bevölkerungszahlen und der Gesamtüberblick stehen im Artikel Diaspora und Demographie; die Südkaukasus-Diaspora, aus der die russische Gemeinschaft hervorging, behandelt Êzîdî in Armenien und Georgien. Die Verfolgungsgeschichte, die hinter den meisten dieser Wanderungen steht, ist in der Fermane-Chronik und unter Islamisierung dargestellt; die Fluchtwege selbst unter Migrationsrouten. Methodik: Alle Zahlen mit Quelle und Jahr. Bei widersprüchlichen Angaben werden beide genannt. Volkszählungsdaten und NGO-Schätzungen werden ausdrücklich auseinandergehalten, Êzîdî-Zahlen sind aus strukturellen Gründen unsicher (Erfassung als „Muslime" oder „Kurden", uneinheitliche Selbstauskunft, Migrationsdynamik).


Einleitung

Die Türkei, Syrien und Russland zeigen drei sehr verschiedene Schicksale derselben Religionsgemeinschaft. In der Türkei lebt heute kaum noch jemand von einer einst zehntausende Menschen zählenden Bevölkerung, ihre Dörfer im Südosten stehen leer, ihre Kinder wuchsen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf. In Syrien schrumpft eine ohnehin kleine, in zwei voneinander getrennte Regionen gespaltene Gemeinschaft unter dem Druck von Krieg und Besatzung weiter. In Russland schließlich entstand eine vergleichsweise junge Diaspora, nicht aus dem irakischen Kernland, sondern als Verlängerung der Südkaukasus-Gemeinden, deren Familien nach dem Zerfall der Sowjetunion weiter nach Norden zogen.

Gemeinsam ist allen drei Fällen, dass die Êzîden (auch Yeziden oder Jesiden) nirgends als eigenständige Religion in den offiziellen Strukturen vorkamen, wie sie es etwa in Armenien tun. In der Türkei nennt die Verfassung sie nicht; in Syrien stand im Personalausweis lange „Muslim" oder gar nichts; in Russland wurden sie erst spät erfasst. Wer die Zahlen dieser drei Länder liest, liest deshalb immer auch eine Geschichte des Nicht-gezählt-Werdens.


Türkei: das fast leere Kernland

Historische Siedlungsgebiete

Die historischen Kerngebiete der Êzîden in der Türkei liegen im kurdisch geprägten Südosten: in der Hochebene des Tur Abdîn und den umliegenden Provinzen Mardin (Midyat, Nusaybin), Batman (Stadt Batman, Beşiri), Şırnak (İdil), Diyarbakır/Amed (Sur, Bismil, Çınar) und Şanlıurfa/Riha (Viranşehir) [1]. Es handelte sich um eine bäuerliche Dorfgesellschaft, Schaf- und Getreidewirtschaft, kleine Heiligtümer (mehrere „Mal-i Êzîdîyan" um Midyat), enge Verwandtschaftsnetze.

Schon das 19. Jahrhundert war von Gewalt geprägt: Die Êzîden des Tur Abdîn wurden 1844 bei den Feldzügen des kurdischen Fürsten Bedirxan Beg massakriert [1]. Dieselbe Region war im Ersten Weltkrieg vom Genozid an den Armeniern und Assyrern betroffen, bei dem auch Êzîden getötet wurden oder mit den Armeniern nach Transkaukasien flohen (ausführlich: Fermane-Chronik).

Der drastische Rückgang

Kaum eine Êzîdî-Gemeinschaft ist in so kurzer Zeit so vollständig abgewandert wie die türkische. Die Zahlen, bei aller Unsicherheit der Erhebung, sprechen für sich:

Jahr Êzîden in der Türkei Quelle
1980er ~60.000 (in Beşiri, Kurtalan, Bismil, Midyat, İdil, Cizre, Nusaybin, Viranşehir, Suruç, Bozova) Wikipedia EN „Yazidism in Turkey" [1]
1993 24.309 (Schätzung) ebd. [1]
2000 (Zensus) 423 (offizielle Religionsangabe) türkischer Zensus 2000 [1]
2003 ~5.000 US State Department [1]
2016 367 (in den mehrheitlich kurdischen Provinzen) Wikipedia EN [1]
2019 <1.000 US-Regierungsschätzung [1]

Heute spricht man von wenigen hundert alteingesessenen Êzîden. Hinzu kamen ab 2014 vorübergehend mehrere tausend êzîdîsche Flüchtlinge aus Şingal/Irak, die teils in einem Lager bei Midyat untergebracht waren, in der Mehrheit aber nach Deutschland und Schweden weiterreisten [3].

Die Ursache des Aderlasses war eine Mischung: religiöse Diskriminierung, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und vor allem die Eskalation des Konflikts zwischen der PKK und dem türkischen Militär ab den 1980er Jahren. Viele Familien gingen 1979/80 und nach dem Militärputsch 1980; eine große Welle verließ um 1992 ihre Dörfer Richtung Deutschland [4][5]. Die meisten Êzîden der heutigen deutschen Diaspora, etwa in Celle, Hannover und Oldenburg, stammen aus diesen südostanatolischen Dörfern (siehe Diaspora und Demographie). Aus einem Cluster von acht Dörfern um Midyat, in denen vor rund einem halben Jahrhundert etwa 6.000 Êzîden lebten, war bis Anfang der 2010er Jahre fast niemand mehr übrig [5].

Verlassene Dörfer und Rückkehr-Initiativen

Die Folge ist eine Landschaft halb verfallener Êzîdî-Dörfer. Beispiele sind Bacîn südlich von Midyat (Tur Abdîn), „heute überwiegend ein verlassenes êzîdîsches Dorf", oder Oyuklu/Taqa, das von Mitte der 1980er bis 2012 als Geisterdorf galt, nachdem alle 29 Großfamilien nach Deutschland ausgewandert waren [5].

Seit dem (zeitweiligen) Friedensprozess zwischen PKK und türkischer Regierung ab 2013 gibt es einzelne Rückkehr-Initiativen. Familien begannen, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren und verfallene Häuser instand zu setzen [4][5]. Im Rahmen des staatlichen „Köye Dönüş"-Programms (Rückkehr ins Dorf) kontaktierten Behörden in Şırnak und İdil ehemalige Bewohner von rund 130 Häusern im Dorf Mağara und unterstützten Rückkehrer bei der Instandsetzung [4].

Diese Rückkehr verlief jedoch konfliktreich. In vielen Fällen hatten nach dem Wegzug muslimische Nachbarn oder Stämme das zurückgelassene Land übernommen [5]. Im Bezirk Beşiri (Batman) etwa mussten die Familien des Dorfes Kuşçukuru/Kelhok acht Jahre lang prozessieren, um ihr Land von den Clans Karabulut und Biter zurückzuerhalten; nach ihrer Rückkehr 2019 kam es wiederholt zu Drohungen und Übergriffen [4]. Die Rückkehr bleibt damit ein zerbrechliches, lokal sehr begrenztes Phänomen, von einer Wiederbelebung der Gemeinschaft in der Fläche kann keine Rede sein.

Rechtlicher Status

Die türkische Verfassung kennt das Êzîdentum nicht als eigene Religion an. Anerkannt sind allein der sunnitisch-hanafitische Islam (über die Diyanet) sowie, gemäß dem Vertrag von Lausanne 1923, drei nicht-muslimische Minderheiten (griechisch-orthodoxe, armenische und jüdische); die Êzîden zählen nicht dazu [1]. Faktisch werden sie seit den 2010er Jahren toleriert, ohne staatliche Verfolgung wie noch in den 1980er/90er Jahren, aber auch ohne formale Anerkennung.


Syrien: zwei getrennte Gemeinschaften unter Druck

Afrîn und die Cezîre

Die Êzîden Syriens leben, anders als die geschlossenen Siedlungsgebiete im Irak, in zwei räumlich getrennten Regionen [6]:

  • Afrîn / Çiyayê Kurmênc (Kurd-Dax) im Nordwesten, nahe der türkischen Grenze: vor 2018 das Zentrum êzîdîschen Lebens in Syrien, mit rund 22 Dörfern.
  • Cezîre / al-Hasakah im Nordosten: Dörfer und Stadtviertel um Amûdê und Qamishli (Qamişlo) sowie in der Stadt Hasakah.

Eine erste Volkszählung der Region (1963) erfasste etwa 10.000 Êzîden [6]. 1962 hatte ein Sonderzensus in der Provinz al-Hasakah rund 120.000 Kurden, darunter Êzîden, die Staatsbürgerschaft entzogen; sie galten fortan als staatenlos (ajanib/maktumin), was eine erste Auswanderungswelle in den 1980er Jahren nach Deutschland auslöste [6] (siehe Diaspora und Demographie). Nach dem Zustrom irakischer Êzîden infolge des IS-Genozids stieg die Zahl 2013/2014 zeitweise auf rund 40.000 [6].

Aktuelle Schätzungen für Gesamtsyrien liegen bei 10.000–15.000 (so die Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens); andere Angaben spannen weiter, von ~10.000 bis ~50.000, der große Streubereich zeigt, wie schwach die Datenlage ist [6].

Die Zäsur von 2018

Im Januar–März 2018 nahmen die türkischen Streitkräfte und mit ihnen verbündete Milizen der „Syrian National Army" (SNA) im Rahmen der Operation Olive Branch den Distrikt Afrîn ein. Für die êzîdîsche Gemeinschaft war dies ein Einschnitt: Schätzungen zufolge floh rund 90 % der Êzîden aus Afrîn; aus einer Vorkriegsbevölkerung von 20.000–30.000 blieben nur etwa 2.000–3.000 [6]. Dokumentiert sind gezielte Übergriffe gegen Êzîden, Zwangskonversionen, Entführungen von Frauen und Mädchen, Schändung und Zerstörung von Heiligtümern [6]. Berichten zufolge wurden allein in Afrîn 18 êzîdîsche Kultstätten zerstört, landesweit rund 80 % der êzîdîschen religiösen Stätten geplündert, geschändet oder zerstört [6].

Das geistige Zentrum der Afrîn-Êzîden war das Dorf Qîbar (auch Arsh Qibar), traditioneller Sitz der Führungsfamilie der Region, des Derwêş-Clans. In seiner Umgebung lag ein dichtes Cluster von Heiligtümern, darunter der Höhlenschrein Çilxana (Çilxane), der Melek-Adî-Schrein am Berg Lilon und die Schreinhöhle Cilmera [9]. Stellvertretend für die Zerstörungswelle steht die Schändung der Çilxana: Im Mai 2020 gruben bewaffnete Gruppen den Schrein, den viele Familien für Segnungen aufsuchten, auf der Suche nach Antiquitäten auf [9].

Die Vertriebenen flohen überwiegend in noch kurdisch kontrollierte Gebiete, in die Aleppiner Viertel Şêx Maqsûd und Aşrafiyye sowie in die Şehba-Region nördlich von Aleppo, wo sie in Lagern wie Tel Rifat unterkamen [6]. Eine weitere Offensive, die Operation Peace Spring im Oktober 2019, entvölkerte êzîdîsche Dörfer bei Serê Kaniyê (Ras al-Ain); rund 1.200 Êzîden wurden ins Lager Waşokanî vertrieben [6].

Rechtlicher Status und Organisationen

Unter dem Assad-Regime war das Êzîdentum offiziell nicht als eigene Religion anerkannt. In der kurdisch geführten Selbstverwaltung (AANES/Rojava) gelten die Êzîden seit 2014 als gleichberechtigte Religionsgemeinschaft; es bestehen ein „Mala Êzîdiyan" (Êzîdî-Haus) in der Cezîre und ein êzîdîscher Frauenrat. In den türkisch besetzten Gebieten (Afrîn, Serê Kaniyê) besteht faktisch keine Religionsfreiheit. Die Entführung êzîdîscher Frauen und Mädchen durch SNA-nahe Gruppen ist nach Menschenrechtsberichten ein anhaltendes Problem [6].


Russland: eine junge Diaspora aus dem Süden

Herkunft und Schwerpunkte

Die êzîdîsche Gemeinschaft Russlands ist kein Ableger des irakischen Kernlands, sondern die Verlängerung der Südkaukasus-Diaspora. Ihre Wurzeln liegen in den êzîdîschen Dörfern Armeniens und Georgiens, deren Familien zu Sowjetzeiten und vor allem nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren aus wirtschaftlichen Gründen weiter nach Norden in die Russische Föderation zogen [2][7] (Vorgeschichte: Êzîdî in Armenien und Georgien).

Schwerpunkte sind der Krasnodar Krai und der Stavropol Krai im Süden, daneben Jaroslawl (Yaroslavl), Nischni Nowgorod, Moskau und Sankt Petersburg [2][7]. Anders als in Armenien gibt es in Russland keine geschlossenen Dorflandschaften, sondern überwiegend städtische Gemeinden; gesprochen wird Kurmancî und Russisch [2].

Die Zensus-Zahlen

Die russischen Volkszählungen erfassen die Êzîden als eigene Kategorie. Der Vergleich zweier Zensus-Jahre ergibt:

Jahr Êzîden in Russland Quelle
2002 31.273 russischer Zensus 2002 [7]
2010 40.586 russischer Zensus 2010 (Rosstat) [2][7]
2021 26.257 russischer Zensus 2021 (Rosstat) [7]

Wichtig zur Einordnung: Die Werte von 2010 (40.586) und 2021 (26.257) sind kein Widerspruch, sondern zwei verschiedene Zähljahre. Der Rückgang erklärt sich teils durch tatsächliche Abwanderung (u. a. weiter nach Deutschland), teils durch methodische und identitätsbezogene Faktoren bei der Selbstauskunft im Zensus 2021 (vgl. die Erläuterungen unter Diaspora und Demographie sowie den WIKI-ZAHLEN-KANON dieses Archivs). Êzîdî-Organisationen schätzen die tatsächliche Zahl deutlich höher, Größenordnungen von 80.000 oder mehr werden genannt, weil nicht registrierte Zuwanderer aus Armenien und Georgien in den Zensus nur unvollständig eingehen [2]. Diese NGO-Schätzungen sind als solche zu kennzeichnen und nicht mit den amtlichen Werten zu vermischen.

Rechtlicher Status und Organisationen

In der Russischen Föderation wurden die Êzîden 2009 offiziell als religiöse Gemeinschaft anerkannt [2]. Sie können sich im Zensus sowohl als Ethnie als auch über ihre Religion (auch Şerfedîn/Sharfadin genannt) verorten. Staatlicher Verfolgungsdruck besteht nicht; punktuelle gesellschaftliche Diskriminierung ist berichtet.

Das wichtigste mediale Projekt ist Lalish TV, ein 2016 in Moskau gegründeter Satellitensender, der in Kurmancî sendet und vom êzîdîschen Unternehmer Mirza Sloyan finanziert wird [2], demselben Stifter, der den weltgrößten Êzîdî-Tempel Quba Mêrê Dîwanê in Aknalîç (Armenien) mitfinanzierte. Große Heiligtümer gibt es in Russland nicht; die Gläubigen pilgern weiterhin nach Lalîş im Irak und nach Aknalîç.


Zusammenschau

Drei Länder, drei Verlaufsformen: In der Türkei ist eine alte Kernlandgemeinschaft fast vollständig in die deutsche Diaspora abgewandert, mit nur tastenden, konfliktreichen Rückkehrversuchen. In Syrien wird eine kleine, zweigeteilte Gemeinschaft durch Krieg und Besatzung weiter zerrieben, Afrîn als Mahnmal dieser Entwicklung. In Russland wächst und schrumpft eine junge, städtische Diaspora im Takt der post-sowjetischen Wanderungen, statistisch greifbar und doch unterschätzt. Allen gemeinsam ist die Erfahrung, in den offiziellen Kategorien ihres Aufenthaltsstaates lange nicht oder nur unscharf vorgekommen zu sein, ein roter Faden êzîdîscher Geschichte, der sich auch in der weltweiten Diaspora wiederfindet. Die politische Lage der Êzîden in diesen und anderen Staaten ist gesondert unter Politische Lage weltweit dargestellt.

Hinweis zur Schreibung: Dieser Artikel verwendet durchgehend Êzîdî/Êzîden (nicht „jesidisch", außer in Quellentiteln/Zitaten) und Eigennamen in Kurmancî-lateinischer Schreibung (Afrîn, Cezîre, Amûdê, Şingal, Lalîş, Tur Abdîn). Tawûsî Melek, der Pfauenengel, ist eine zentrale göttliche Gestalt des Glaubens und wird niemals mit „Teufel" gleichgesetzt, eine alte Verleumdung, die historisch viele der hier beschriebenen Verfolgungen mitbegründete.


Quellen

[1] Wikipedia (EN), Yazidism in Turkey, https://en.wikipedia.org/wiki/Yazidism_in_Turkey (Zahlen 1980er–2019; Bedirxan-Beg-Massaker 1844; Siedlungsgebiete; Lausanne-Status)

[2] Wikipedia (EN), Yazidism in Russia, https://en.wikipedia.org/wiki/Yazidism_in_Russia (Zensus 2010 = 40.586; Migration aus Armenien/Georgien; Anerkennung 2009; Lalish TV / Mirza Sloyan; Siedlungsstädte)

[3] Birgül Açıkyıldız, The Yazidis: The History of a Community, Culture and Religion (I.B. Tauris, 2010), Kapitel zur Türkei-Geschichte und zum Tur Abdîn (Standardwerk zur historischen Verbreitung)

[4] Daily Sabah, Yazidi families return to Turkish homes after crackdown on PKK, https://www.dailysabah.com/politics/war-on-terror/yazidi-families-return-to-turkish-homes-after-crackdown-on-pkk (Rückkehrprogramm „Köye Dönüş", Mağara/130 Häuser, Kuşçukuru/Kelhok in Beşiri, Land­streit, Rückkehr ab 2013); ergänzend Duvar English, Batman’s Yazidi families attacked again amid resettlement dispute (2019), https://www.duvarenglish.com/domestic/2019/12/17/batmans-yazidi-families-attacked-again-amid-resettlement-dispute

[5] Qantara.de, Yazidis in Turkey: Old homeland, new homeland, https://qantara.de/en/article/yazidis-turkey-old-homeland-new-homeland (Oyuklu/Taqa als Geisterdorf, 29 Großfamilien, ~6.000 Êzîden in acht Dörfern um Midyat, Rückkehr ab 2012, Landprobleme); Wikipedia (EN), Bacin, https://en.wikipedia.org/wiki/Bacin (verlassenes Êzîdî-Dorf bei Midyat, Tur Abdîn)

[6] Wikipedia (EN), Yazidis in Syria, https://en.wikipedia.org/wiki/Yazidis_in_Syria (zwei Regionen Afrîn/Cezîre; Zensus 1963 ~10.000; 1962 Entzug der Staatsbürgerschaft; ~40.000 um 2013/14; Operation Olive Branch 2018, ~90 % Flucht, 2.000–3.000 verbleibend; 18 zerstörte Stätten in Afrîn / ~80 % landesweit; Peace Spring 2019; Şehba/Aleppo); ergänzend Syrians for Truth and Justice, Yazidis in Syria: Decades of Denial of Existence and Discrimination, https://stj-sy.org/en/yazidis-in-syria-decades-of-denial-of-existence-and-discrimination/; Yazda, Ethnic Cleansing of Yazidis and Other Religious Groups in Syria Accelerates, https://www.yazda.org/yazda-statement-ethnic-cleansing-of-yazidis-and-other-religious-groups-in-syria-accelerates

[7] Russischer Zensus / Rosstat (Federal State Statistics Service), https://eng.rosstat.gov.ru/folder/76215 (amtliche Zensus-Zahlen 2002 = 31.273, 2010 = 40.586, 2021 = 26.257); Wikipedia (EN), 2021 Russian census, https://en.wikipedia.org/wiki/2021_Russian_census; Reconsidering Russia, Who Are the Yazidis of the Former Soviet Space? (Kontext zur Herkunft und Verteilung)

[8] Philip G. Kreyenbroek, Yezidism, Its Background, Observances and Textual Tradition (Mellen, 1995), allgemeine Grundlage zu Geschichte und Verbreitung der Êzîden; Minority Rights Group International, Länderprofile zu Türkei/Syrien (Êzîden als religiöse Minderheit)

[9] Wikipedia (EN), Qibar, https://en.wikipedia.org/wiki/Qibar (Arsh Qibar im Afrîn-Distrikt, Aleppo; Sitz des Derwêş-Clans; nahegelegene Schreine: Cilmera-Höhle, Melek-Adî am Berg Lilon, Hercerka Şêx Hüseyn); North Press Agency, Turkish forces and opposition groups destroy nine Yazidi shrines in Afrin, https://npasyria.com/en/41290/ (Çilxana/Çilxane-Schrein am 15. Mai 2020 aufgegraben)

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